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Was Sie zur DIN 18534 wissen sollten

Im Juli 2017 hat die Abdichtungsnorm DIN 18534 ihre Gültigkeit erlangt und ersetzt die DIN 18195. Die DIN 18534 beschreibt dabei speziell das Abdichten von Innenräumen, also den Sanitärbereich, und ist damit für den Installateur, Fliesenleger, Planer und Architekten gleichermaßen relevant.

Die DIN wendet sich nicht nur an den Abdichtungsfachmann, sie sagt ganz klar, dass Installateure, Fliesenleger und Planer – also alle am Bau beteiligten Gewerke – für eine zuverlässige Abdichtung mitverantwortlich sind. Die Absprache und Koordination unter den Gewerken ist also unerlässlich.

Der Bereich unter und hinter Bade- und Duschwannen ist entweder durch das Fortführen der Abdichtung unter der Wanne oder durch das Anbringen von Wannenabdichtbändern am ­Wannenrand zu schützen. Dies gilt sowohl für den privaten als auch den gewerblichen Bau­bereich. Das neue Normenwerk fordert also ganz klar eine wirksame Abdichtungs­maßnahme im Bereich der Bade-/Duschwannen.

Dichtstofffugen – wie Silikonfugen – sind keine Abdichtung, sondern nur Wartungs- und Schönheitsfugen.

Die Verwendung von Wannenabdichtbändern entspricht den Ansprüchen der DIN 18534 und vereinfacht auch die Planung sowie das Arbeiten unter der Wanne. Denn sobald eine ­Abdichtung unter oder hinter dem Wannen­körper geplant ist, dürfen dort nur noch Leitungen und Rohre verlegt werden, die für den Betrieb der Wanne selbst notwendig sind. Das konventionelle Abdichten unter der Wanne ist daher oft mit Mehraufwand verbunden oder aus Baugegebenheiten gar nicht möglich.
Zum Thema Zuverlässigkeit schreibt die DIN: „Die Abdichtung muss ihre Funktion für die vorgesehene Nutzungsdauer mit ausreichender Zuverlässigkeit erfüllen.“ Abdichtungen, auch die der Bade-/Duschwannen, sind also so zu planen und auszuführen, dass sie über die gesamte Dauer der Nutzung funktionieren. Im häuslichen Bad sind das häufig 20 bis 30 Jahre.

Der Einsatz von einem Schnittschutz hinter Wartungsfugen, also auch im Bereich einer Bade-/Duschwanne, wird von der DIN 18534 nicht gefordert. Dieser ist daher nicht verpflichtend.

Die Anbindung der Dusch- oder Badewannen durch Wannenabdichtbänder an die Wand-/­Bodenabdichtung ist eine wichtige Neuerung der DIN 18534. Der entscheidende Vorteil bei dieser Art der Abdichtung ist, dass das Wasser beim Versagen der Silikonfuge gar nicht hinter oder unter die Wanne gelangt und somit auf eine Abdichtung unter der Wanne verzichtet werden kann.

Durch den Einsatz des Wannenabdichtbandes MEPA-Aquaproof ist das normgerechte Abdichten nach DIN 18534 und den ­allgemein anerkannten Regeln der Technik sichergestellt.


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Wassereinwirkungsklassen

Die DIN 18534 unterscheidet vier Wassereinwirkungsklassen, von gering (W0-I) bis sehr hoch (W3-I), welche für die Auswahl der jeweiligen Untergründe und Abdichtungsstoffe relevant sind. Für die Ausführung der Abdichtung von Innenräumen ist die zu erwartende Wassereinwirkung für jede betroffene Boden- und Wandfläche abzuschätzen und einer Wassereinwirkungsklasse zuzuordnen. Ein häusliches Bad kann so beispielsweise bis zu drei unterschiedliche Wasser­einwirkungsklassen aufweisen. Das MEPA-Aquaproof ist für den Einsatz in allen Wasserein­wirkungsklassen geeignet.

In der DIN 18534 wird die Intensität der Wassereinwirkung in vier abgestufte Klassen ­eingeteilt.

Klasse W0-I

Geringe Wassereinwirkung auf Flächen mit nicht häufiger ­Einwirkung aus Spritzwasser.

Anwendungsbeispiel:

  • Wandflächen in Bädern außerhalb von Duschbereichen
  • Bodenflächen im häuslichen Bereich ohne Ablauf, z. B. Gäste WCs

Klasse W1-I

Mäßige Wassereinwirkung auf Flächen mit nicht häufiger Einwirkung aus Brauch­wasser, ohne Intensivierung von ­anstauendem Wasser.

Anwendungsbeispiel:

  • Wandflächen über Badewannen und in Duschen in Bädern
  • Bodenflächen im häuslichen Bereich mit Ablauf
  • Bodenflächen in Bädern ohne/mit ­Ablauf ohne hohe Wassereinwirkung aus dem Duschbereich

Klasse W2-I

Hohe Wassereinwirkung auf Flächen mit häufiger Einwirkung aus Brauchwasser, vor allem auf dem Boden, zeitweise durch anstauendes Wasser intensiviert.

Anwendungsbeispiel:

  • Wandflächen von Duschen in ­Sportstätten/Gewerbestätten
  • Bodenflächen mit Abläufen und/oder Rinnen Bodenflächen in Räumen mit ­bodengleichen Duschen
  • Wand- und Bodenflächen in Sport­stätten/Gewerbestätten

Klasse W3-I

Sehr hohe Wassereinwirkung auf Flächen mit sehr häufiger oder lang anhaltender Ein­wirkung aus Spritz- und/oder Brauchwasser und/oder ­Wasser aus ­intensiven Reinigungs­verfahren, durch anstauendes Wasser ­intensiviert.

Anwendungsbeispiel:

  • Flächen im Bereich von Umgängen von Schwimmbecken
  • Duschen und Duschanlagen in ­Sportstätten/Gewerbestätten
  • Flächen in Gewerbestätten ­(gewerb­liche Küchen, Wäschereien, ­Brauereien etc.)

Ausführungsbeispiele häuslicher Bäder nach DIN 18534

  • Werden nur Bodenflächen abgedichtet, ist die Abdichtung an den Wänden mind. 5 cm hochzuführen.
  • Die Abdichtung ist min. 20 cm über die höchste Wasserentnahmestelle weiterzuführen.
  • Wie weit die Abdichtung über die Dusch-/Badewanne weitergeführt werden soll ist nicht festgelegt und muss an die Gegebenheiten bzw. Belastungen vor Ort angepasst werden.

Was Sie zur DIN 18534 wissen sollten

Im Juli 2017 hat die Abdichtungsnorm DIN 18534 ihre Gültigkeit erlangt und ersetzt die DIN 18195. Die DIN 18534 beschreibt dabei speziell das Abdichten von Innenräumen, also den Sanitärbereich, und ist damit für den Installateur, Fliesenleger, Planer und Architekten gleichermaßen relevant.

In der Broschüre zum Thema hat MEPA relevanten Fakten für den Arbeitsalltag zusammen getragen.


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