FAQ - elektronische Spülsysteme

Häufige Fragen im Bereich der elektronischen Spülsysteme.
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Waschtisch-Armaturen



Ist bei Armaturen mit automatischer Spülauslösung ein Bodenablauf im Raum Pflicht?

Für berührungslose automatische Armaturen besteht keine Verpflichtung diese nur dann in Räumen einsetzen zu dürfen, wenn die Räume über einen Bodenablauf verfügen. Der Einsatz eines Bodenablaufes in einem Raum mit Zapfstellen zur Entnahme von Trinkwasser kann aber aus anderen Gründen vorgeschrieben oder empfohlen sein. Im Einzelnen regeln dies die Landesbauordnungen und einzelne Verordnungen für unterschiedliche Bereiche und Anwendungsfelder.

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Urinalsteuerungen



Was ist der Unterschied zwischen der Urinal-Spülautomatic Sanicontrol 925 und K3?

Die Urinal-Spülautomatic Sanicontrol 925 ist ein infrarotgesteuertes Spülsystem. Oberhalb des Urinals befindet sich eine Frontplatte aus Zink-Druckguss mit einem Infrarotsensor. Infrarotsensoren sind an ihren schwärzlichen Kunststoffoptiken erkennbar. Infrarotgesteuerte Spülsysteme basieren auf dem Prinzip der Reflexion von Infrarotlicht. Der IR-Sensor sendet ein IR-Lichtbündel aus. Trifft das IR-Lichtbündel auf einen Gegenstand, zum Beispiel ein Körperteil eines Menschen, wird das Licht reflektiert. Innerhalb eines bestimmten Bereiches, dem sogenannten Ansprechbereich, wird das IR-Lichtbündel auch auf die IR-Optik in der Frontplatte reflektiert und dann von der Elektronik in ein Signal verwandelt, dass eine Spülung auslöst.

Die Urinal-Spülautomatic Sanicontrol K3 basiert auf einem völlig anderen Prinzip:
Kernstück dieser Technologie ist ein UP-Siphon, der mit drei Elektroden ausgestattet ist. Diese Elektroden dienen der Messung von zwei verschiedenen Faktoren: der Leitfähigkeit des Wassers im Siphon (Elektroden 1 und 2) und Nässe (Elektrode 3).

Das im Siphon befindliche Wasser hat, wie jedes Wasser, die Fähigkeit Strom zu leiten. Aufgrund der unterschiedlichen Zusammensetzung und Konzentration der im Wasser gelösten Ionen ist die Leitfähigkeit jedes Wassers anders. Gibt man nun dem Wasser lösliche Stoffe hinzu, zum Beispiel Urin, wird dadurch die Leitfähigkeit des Wassers verändert. Diese Veränderung kann man sehr präzise messen und damit auch eine Benutzung des Urinals erkennen. Die dritte Elektrode ist so im Siphon platziert, dass sie unterhalb des Scheitelpunktes am Überlauf im Siphon sitzt. Durch die Benutzung steigt der Flüssigkeitsspiegel im Siphon an und wenn die Flüssigkeit über den Scheitelpunkt gelangt, wird die dritte Elektrode benässt. Ist die Benutzung beendet, strömt die Flüssigkeit nicht mehr über die dritte Elektrode und dies ist dann für die Elektronik das Signal eine Spülung auszulösen. Der Vorteil dieser Technologie ist, dass sämtliche Bauteile des Systems hinter der Urinalkeramik untergebracht sind. Dadurch ergeben sich ganz neue architektonische Gestaltungsmöglichkeiten. Zudem ist ein solches System in Bereichen, in denen man mit Vandalismus rechnen muss, besonders vorteilhaft.  

 

 

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WC-Steuerungen



Ist die WC Hygiene-Spülautomatik Sanicontrol 1062 auch für WC Elemente mit einer Betätigung von oben einsetzbar?

Nein. Der Einsatz der WC-Hygienespülautomatic Sanicontrol 1062 in einem UP-Spülkasten Typ B31 ist zwar grundsätzlich möglich. Die Betätigung des UP-Spülkastens kann dann aber immer nur von vorne erfolgen. Eine Umstellung der Betätigung von oben ist dagegen nicht möglich.

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Haben Sie eine berührungslose WC-Steuerung im Programm?

Nein. MEPA bietet aktuell keine WC-Steuerung zur berührungslosen Spülauslösung an.
Die derzeit verfügbaren WC-Spülautomatiken Sanicontrol sind geeignet für die Ausstattung barrierefreier WC-Anlagen und stellen die Erfüllung der Anforderung nach DIN 18 040 zur Auslösung einer Spülung am Stütz- oder Stützklappgriff sicher. Zudem bietet MEPA eine WC-Steuerung mit automatischer Hygienespülfunktion an. (Link)

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Hygienesteuerungen



Was ist eine Hygienespülung bzw. Hygienespülfunktion?

Eine Hygienespülung bezeichnet die automatische Spülauslösung einer elektronisch gesteuerten Zapfstelle, die nicht (nur) der zwangsweisen Spülauslösung nach einer Benutzung dient, sondern (zusätzlich) der Sicherstellung hygienisch einwandfreien Trinkwassers. Trinkwasser ist Wasser für den menschlichen Genuss und damit ein Lebensmittel. Als solches ist Trinkwasser durch strenge Auflagen, Bestimmungen und Güteanforderungen zur Sicherstellung der einwandfreien Hygiene geschützt. In Deutschland legt die Trinkwasserverordnung als gesetzliche Grundlage neben der DIN 2000 die Güteanforderungen fest. Unter anderem zählt zu den Güteanforderungen, dass Trinkwasser keine krankheitserregenden Mikroorganismen enthalten darf. Ursache für die Bildung und Vermehrung von krankheitserregenden Mikroorganismen im Trinkwasser sind unter anderem Stagnation (das Wasser fließt nicht ständig durch die Leitungen) und zu hohe Wassertemperaturen (bei Kaltwasserleitungen) oder zu niedrige Wassertemperaturen (bei Warmwasserleitungen).

Zur Vermeidung von Stagnation wird in der Richtlinie VDI/DVGW 6023 "Hygiene in Trinkwasser-Installationen; Anforderungen an Planung, Ausführung, Betrieb und Instandhaltung" unter anderem empfohlen, Wasser in Trinkwasserinstallationen spätestens alle 72 Stunden vollständig auszutauschen. Daraus resultiert, dass Betreiber und Nutzer von Trinkwasserinstallationen bei längerer Abwesenheit dafür sorgen müssen, dass jede Trinkwasserzapfstelle (Waschtisch, WC, Urinal, Dusche usw.) spätestens nach Ablauf dieser Zeit gespült wird. Dies kann organisatorisch (manuelles Öffnen von Zapfstellen) oder technisch geregelt werden (automatisches Öffnen durch elektronische Spülsysteme ). Haftbar für Schäden, die durch einen nicht bestimmungsgemäßen Betrieb von Trinkwasserinstallationen entstehen, ist nach der Trinkwasserverordnung der "Unternehmer und sonstige Inhaber" der Trinkwasserinstallation. Eine elektronische Spüleinrichtung mit einer Hygienespülfunktion sorgt automatisch und damit vom Menschen unabhängig dafür, dass eine längere Stagnation ausgeschlossen wird. Soll das System weiterhin die Temperaturgefüge im Kalt- und Warmwasserkreislauf der Trinkwasserinstallation überwachen und eine intelligente Stagnationskontrolle durchführen empfiehlt sich der Einsatz einer Hygienespülstation. (Link)

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Wann sind Hygienespülfunktionen zwingend erforderlich?

Eine Hygienespülfunktion ist nicht zwingend erforderlich. Sie kann aber sinnvoll und angebracht sein. Zur Vermeidung von Stagnation wird in der Richtlinie VDI/DVGW 6023 „Hygiene in Trinkwasser-Installationen; Anforderungen an Planung, Ausführung, Betrieb und Instandhaltung“ unter anderem empfohlen, Wasser in Trinkwasserinstallationen spätestens alle 72 Stunden vollständig auszutauschen. Daraus resultiert, dass Betreiber und Nutzer von Trinkwasserinstallationen bei längerer Abwesenheit dafür sorgen müssen, dass jede Trinkwasserzapfstelle (Waschtisch, WC, Urinal, Dusche usw.) spätestens nach Ablauf dieser Zeit gespült wird. Dies kann organisatorisch (manuelles Öffnen von Zapfstellen) oder technisch geregelt werden (automatisches Öffnen durch elektronische Spülsysteme). Haftbar für Schäden, die durch einen nicht bestimmungsgemäßen Betrieb von Trinkwasserinstallationen entstehen, ist nach der Trinkwasserverordnung der „Unternehmer und sonstige Inhaber“ der Trinkwasserinstallation.

Beispiel: Ist Stagnation in einer Trinkwasserinstallation zu erwarten, weil ein Gebäude oder Teile eines Gebäudes vorübergehend (länger als 72 Stunden) nicht genutzt werden und kann organisatorisch das Öffnen der betroffenen Zapfstellen nicht sichergestellt werden, ist die Einrichtung einer automatischen Hygienespülfunktion sinnvoll.

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Kann die Hygienespülstation auch als Aufputz-Variante verbaut werden?

Die MEPA-Hygienespülstationen HS1 und HS2 sind als Unterputzsysteme zur Integration in eine Trockenbau- oder Vorwandinstallation oder zum Ein- und Ausmauern ausgelegt.
Grundsätzlich wäre zwar auch die Montage Aufputz möglich. Allerdings gibt es keine dazu passende äußere Gehäuseabdeckung für die Seitenflächen. Diese müssten bauseits erstellt werden, zum Beispiel in Form einer Ummantelung aus Trockenbauplatten (Gipskarton, Gipsfaser oder ähnlichem Material).

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