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Feuchtigkeitsisolierung

Ausführung und Abdichtung von Wand- und Bodenflächen in Sanitärräumen

Sanitärräume sind einer starken Feuchtigkeitsbeanspruchung ausgesetzt. Zur Vermeidung von Bauschäden und aufwändigen Renovierungsarbeiten sollten die Wand- und Bodenflächen gegen Durchfeuchtung geschützt werden. Neben der DIN 18195-5 "Abdichtungen gegen nichtdrückendes Wasser; Bemessung und Ausführung" bietet das ZDB Merkblatt "Hinweise für die Ausführung von Verbundabdichtungen mit Bekleidungen und Belägen aus Fliesen und Platten für den Innen- und Außenbereich" ausführliche Informationen zur Ausführung des Feuchteschutzes an Wänden und auf dem Boden.

Unterschieden werden hier acht Feuchtigkeitsbean-
spruchungsklassen, die nochmals unterteilt sind in:

  • bauaufsichtlich geregelte Bereiche mit hoher Beanspruchung z. B. Wände und Böden in öffentlichen Duschen und Schwimmbecken, sowie Wand- und Bodenflächen in Räumen bei begrenzter chemischer Beanspruchung (Feuchtigkeitsbeanspruchungsklassen A 1, A 2, B und C)
  • bauaufsichtlich nicht geregelte Bereiche mit mäßiger Beanspruchung wie z. B. Wand- und Bodenflächen in privaten Bädern mit und ohne Bodenablauf oder Balkone und Terrassen (Feuchtigkeitsbeanspruchungsklassen 0, A0 1, A0 2 und B0)

Im Allgemeinen werden Sanitärräume mit Boden- und Wandbelägen ausgestattet, die feuchtigkeitsbeständig und wasserabweisend sind, z. B. Fliesen. Der Belag erfüllt diese Anforderungen. Die Fugen sind dagegen wasserdurchlässig und benötigen eine zusätzliche Abdichtung.

Wand- und Bodenaufbau mit durchlaufender Flächenabdichtung z. B. unter und hinter einer Duschwanne.
 
Wand- und Bodenaufbau im übrigen Bad

Weitere Informationen zur Ausführung und Abdichtung von Wand- und Bodenflächen in Sanitärräumen entnehmen Sie bitte diesem Auszug aus unserem technischen Kompendium.


Ausführung und Abdichtung von Fugen in Sanitärräumen

Für die konstruktive Ausführung und Abdichtung von Fugen in Sanitärräumen dient das IVD-Merkblatt Nr. 3, als Ergänzung zu den bestehenden Normen (DIN 18195) und technischen Regelwerken. Grundlage ist, dass Nassräume so abgedichtet werden, dass der Baukörper dauerhaft vor Nässe geschützt ist. Im Sinne des Schallschutzes ist besonders auf freie Fugen zu achten, damit keine starren Verbindungen zum Baukörper entstehen. Abzudichten sind alle Anschlüsse, insbesondere wenn Baustoffe mit unterschiedlichen physikalischen Eigenschaften miteinander verbunden sind (Boden/Wand/Sanitärbauteile).


Fugenarten

Feldbegrenzungsfugen begrenzen den Belag und sind von der Oberfläche des Belages bis auf den tragenden Untergrund oder die Abdeckung der Dämmung bzw. Abdichtung auszubilden.

Tf = Gesamttiefe der Abdichtung
Td = Dichtstoff-Tiefe, mindestens 5 mm
Bf = Fugenbreite

Randfugen sind Fugen, die die beflieste Oberfläche am Übergang zu Wänden begrenzen. Sie sind wie Feldbegrenzungsfugen auszuführen (siehe oben).

Anschlussfugen können zwischen befliesten Oberflächen und angrenzenden Bauteilen sowie festen Einbauten notwendig sein. Sie werden in der Regel in der Dicke des Belagstoffes ausgeführt.

Bade- und Duschwannen
Bade- und Duschwannen müssen so stabil installiert werden, dass die Anschlussfuge bei Belastung nicht soweit verformt wird, dass der eingebrachte Dichtstoff über das zulässige Haft- und Dehnverhalten hinaus beansprucht wird. Es ist empfehlenswert, eine Prüfung der Fugendichte durch Befüllung der Wanne mit Wasser durchzuführen.

Anschlussfuge Stahlwanne/Acrylwanne


Weitere Techniken zu Bewegungs- und Anschlussfugen auch für das bodenebene Duschen, sowie Techniken zur Verhinderung von Schallbrücken entnehmen Sie bitte unserem Praxisleitfaden Technik, den Sie rechts unter dem Punkt Downloads herunterladen können.



 
Downloads:
Praxisleitfaden Technik
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